"Soweit die Beine tragen"

Fin Bartels im WERDER Strom-Talk nach dem Frankfurt-Spiel
Fin Bartels spielte gegen Frankfurt 62 Minuten (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 04.06.2020 / 12:45 Uhr

Von Yannik Cischinsky

So richtig bewusst, welch lange Leidenszeit damit zu Ende geht, war es ihm zunächst gar nicht. Das kam erst im Laufe des Spieltags. „Zweieinhalb Seuchenjahre“, nennt Fin Bartels seine Verletzungspause. Dem Achillessehnenriss folgten Knieverletzung und diverse muskuläre Probleme, doch seit Mittwochabend ist das Geschichte. Gegen Frankfurt feierte Fin Bartels nach 907 Tagen sein Comeback in der Startelf des SV Werder. „Es ist ein schönes Gefühl, das ich allerdings gerne gegen Punkte eingetauscht hätte“, so der 33-Jährige im WERDER Strom-Talk nach dem 0:3 gegen Eintracht Frankfurt.

Den Start in die Partie konnte Bartels getrost in die selbe Rubrik sortieren, wie die zweieinhalb Jahre zuvor: misslungen. Nach drei Minuten gab’s für das überharte Einsteigen gegen Mijat Gacinovic Gelb. „Das hat ihn in der Folge in seinem Anlaufverhalten gehemmt“, befand Kohfeldt, der Bartels anschließend allerdings ein gutes Zeugnis ausstellte: „Er hat der Mannschaft danach gegeben, was ich mir von ihm erhoffe. Er hat im Übergangspiel die Räume gut besetzt, sich herausgelöst und ist im Pressing sehr gut angelaufen. Auch dadurch hatten wir das Spiel in der ersten Halbzeit unter Kontrolle.“ Vor allem mehr Tiefe und Individualität in bestimmten Eins-gegen-Eins-Situationen erwartet der Werder-Coach in den restlichen Partien von Bartels.

Mit guten Ansätzen beim halbstündigen Einsatz in Freiburg und ansprechenden Trainingsleistungen empfahl sich Bartels für den ersten Startelfeinsatz seit seiner schweren Verletzung in Dortmund am 09.12.2017. Und so überraschend die endgültige Rückkehr des 33-Jährigen für viele kam, so unspektakulär erfuhr Bartels selbst von seinem Einsatz. „Gefühlt war es wie immer. Der Trainer hat kurz gesagt, was er auf dem Platz erwartet und das ich beginne“, so Bartels mit einem Schmunzeln.

Weniger zufrieden zeigte er sich mit der Leistung. „Es war ein erster Schritt“, so Bartels. Nach 62 Minuten schließlich, "war der Tank leer“, wie er es in seiner typisch norddeutschen Art selbst formuliert. Mit dem Trainerteam war genau das vorher besprochen: eine Stunde Vollgas geben, „soweit die Beine tragen“ und dann für den Mitspieler Platz machen. Jetzt gilt es, bis zum Spiel am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg, zu regenieren. Denn der lange Weg von Fin Bartels zurück, ist noch nicht zu Ende.

 

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