Zurück zur finanziellen Stabilität

Bilanzen der Geschäftsjahre 2019/2020 und 2020/2021 auf Mitgliederversammlung präsentiert

Präsentation der Bilanzen der Geschäftsjahre 2019/2020 und 2020/2021 (Foto: W.DE).
Mitglieder
Sonntag, 05.09.2021 / 13:05 Uhr

Der SV Werder Bremen hat sich nach zwei finanziell überaus herausfordernden Geschäftsjahren wirtschaftlich stabilisiert. Das verdeutlicht der Blick auf die Bilanzen der Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021. Die entsprechenden Zahlen ordnete Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, auf der Mitgliederversammlung am Sonntag ein.

Der Konzernumsatz, in dem auch alle Tochterunternehmen mit Mehrheitsanteil einbezogen sind (Werder Bremen Fan-Service GmbH und Werder Bremen Payment GmbH), sank 2019/2020 auf 123,2 Mio. Euro (Vorjahr 157,1 Mio. Euro) und ist verbunden mit einem negativen Nachsteuerergebnis von 23,8 Mio. Euro (Vorjahr +3,5 Mio. Euro). „Neben kumuliert rund acht Millionen Euro Mindereinnahmen bedingt durch die Corona-Pandemie haben sich hier nicht erzielte Transfererlöse und Investitionen negativ ausgewirkt“, ordnete Filbry ein. Das mit Gesellschafter, Aufsichtsrat und Banken abgestimmte Risiko, einen notwendigen Transfererlös erst zum Saisonende zu erzielen, sei aufgrund der Corona-Pandemie nicht aufgegangen, so Filbry.

Filbry: "Wir sind für die komplette Saison durchfinanziert"

Klaus Filbry auf der Mitgliederversammlung
Klaus Filbry auf der Mitgliederversammlung (Foto: nordphoto).

Erstmals öffentlich präsentierte Filbry ein noch vorläufiges, sich aber nicht mehr wesentlich veränderndes Geschäftsergebnis der Saison 2020/2021. Die Corona-Pandemie wirkte sich hierauf in Form von Mindereinnahmen beim Spielbetrieb, Medienerlöse und Sponsoring noch stärker als auf das vorherige Geschäftsjahr aus. 27 Millionen Euro weniger konnte Werder bedingt durch die Pandemie einnehmen. Der Jahresfehlbetrag konnte im Vergleich zum Vorjahr dennoch signifikant auf -8,8 Mio. Euro reduziert werden. „Diese Ergebnisverbesserung um rund 15 Millionen Euro im zweiten Pandemiejahr ist ein unfassbarer Kraftaufwand, den wir mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Aufsichtsrat und den Banken geschafft haben“, erklärte Filbry. Neben rund 10 Mio. Euro an Nettotransfererlösen führte der Vorsitzende der Geschäftsführung eingesparte Gehaltskosten in Höhe von rund 3 Mio. sowie Einsparungen bei Kostenstellen in Höhe von rund 3 Mio. an.

Filbry warf auch einen Blick voraus und bewertete die wirtschaftliche Situation in der laufenden Spielzeit 2021/2022 positiv. „Wir sind für die komplette Saison durchfinanziert, haben die Lizenzauflagen der DFL überkompensiert, benötigen keine neuerlichen Kredite und sind auf einem guten Weg, am 30. Juni 2022 wieder ein positives Gesamtergebnis zu erzielen“, so Filbry, der transparent Einblick in die Maßnahmen gewährte. Neben den kumuliert rund 35 Mio. Euro Corona-bedingten Mindereinnahmen, habe Werder aufgrund des Zweitliga-Abstiegs weitere rund 40 Millionen Euro weniger zur Verfügung. „Es ist uns dennoch gelungen, einerseits die Kaderkosten von 45 Millionen Euro auf jetzt unter 20 Millionen Euro zu senken und Transfererlöse – ohne den Verkauf von Milot Rashica einberechnet – in Höhe von 25 Millionen Euro zu erzielen und damit finanzielle Stabilität wieder herzustellen. Das sind außergewöhnliche Leistungen“, so Filbry vor den stimmberechtigten Mitgliedern im wohninvest WESERSTADION.

Auf der Mitgliederversammlung legte das geschäftsführende Präsidium des Sport-Vereins "Werder" von 1899 e.V. um Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Vize-Präsident Jens Höfer und Schatzmeister Axel Plaat auch die Bilanzen für die beiden letzten Geschäftsjahre vor. Mit seinen sechs Abteilungen kam der Gesamtverein in der Saison 2019/2020 auf einen Jahresüberschuss von knapp 489.000 Euro (im Vorjahr -141.000 Euro) und im Geschäftsjahr 2020/2021 auf 1.158.000 Euro. „Wir planen weiter konservativ und stehen für eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik. Wir erwarten für 2021/22 gleichbleibende Einnahmen bei steigenden Aufwendungen. Aufgrund der positiven Ergebnisse der letzten beiden Geschäftsjahre können wir weitere Investitionen tätigen. Der Sport-Verein Werder ist wirtschaftlich gesund und für die Zukunft gut aufgestellt", erklärte Schatzmeister Axel Plaat.

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