Zu "schlecht und nachlässig" verteidigt

Die Stimmen zur Niederlage gegen Leipzig

Christian Groß nach der Niederlage gegen RB Leipzig
Unzufrieden nach dem 1:4 im Heimspiel gegen Leipzig: Christian Groß (Foto: nordphoto)
Profis
Samstag, 10.04.2021 / 19:28 Uhr

Von Anne Gossner und Yannik Cischinsky

Der 0:3-Rückstand zur Pause war nicht mehr aufzuholen. Das Heimspiel im wohninvest Weserstadion gegen RB Leipzig endete schließlich mit 1:4. Die Gegentore sind dabei zu einfach gefallen: „Ich bin unzufrieden, wie die Gegentore gefallen sind. Das verteidigen wir schlecht und zu nachlässig,“ so Cheftrainer Florian Kohfeldt nach dem Schlusspfiff. Im Fußball müsse allerdings auch mal etwas riskiert werden: „Mir ist es lieber, dass wir es etwas ausprobieren, als von Beginn an auf dem Rücken zu liegen und nichts zu tun.“

WERDER.DE fasst die Aussagen der Werderaner nach der Partie im Folgenden zusammen.

Zum Spielverlauf:

Milot Rashica verwandelt den Elfmeter gegen RB Leipzig
Milot Rashica verwandelt den Elfmeter gegen Leipzig (Foto: nordphoto).

Florian Kohfeldt: "Wir haben uns etwas überlegt und etwas riskiert, aber das ist nicht der Grund für die Gegentore. Die Tore entstanden durch Nachlässigkeiten und die müssen wir besser verteidigen. Ich bin unzufrieden, wie die Gegentore gefallen sind. Das verteidigen wir schlecht und zu nachlässig.Wir haben erst reagiert, wenn der Ball da war und nicht vorher schon die Passwege zugemacht. Da fehlt die letzte Aufmerksamkeit. Dann haben wir aber weitergemacht und nicht den Kopf in den Sand gesteckt. In der zweiten Halbzeit waren wir dann da war. Meine Mannschaft hat nicht aufgegeben. Auch die jungen Spieler haben heute nicht enttäuscht, auch so etwas gehört zu einer Entwicklung dazu. Es ist unser Ziel, junge Spieler zu bringen, das ist die Philosophie des Vereins. Aber grundsätzlich ist es mir lieber, wenn wir etwas ausprobieren, als von Anfang an auf dem Rücken zu liegen und nichts zu machen. Daraus können wir Schlüsse ziehen – vielleicht auch für das Spiel im Pokal in zwei Wochen."

Christian Groß: "Natürlich herrscht nach dem Spiel große Enttäuschung. Wir haben uns viel mehr vorgenommen und wurden dann früh kalt erwischt. Letztendlich spielen wir keine gute erste Halbzeit und liegen dann zur Pause 0:3 hinten. Wir waren immer einen Schritt zu spät und haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Leipzig spielt das mit der Qualität, die sie haben, eiskalt aus und gewinnen am Ende auch zurecht 1:4. In der zweiten Hälfte haben wir versucht, uns dagegenzustemmen, um noch das Beste rauszuholen."

Niklas Moisander: "Wir haben versucht, mutig zu spielen und das ist letztendlich nicht aufgegangen. Leipzig hat zwar Klasse gezeigt, aber alle Gegentore waren zu einfach. Wir waren nicht aggressiv und fokussiert genug. Beim Anschlusstor haben wir nochmal geglaubt, dass da etwas gehen könnte und waren wieder im Spiel. Leipzig hat dann allerdings direkt geantwortet. Gegen so eine Topmannschaft ist das letztendlich zu wenig. Auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen, die gibt uns Vertrauen."

Davie Selke: "Eine Niederlage wegzustecken ist immer schwierig und das Spiel für uns sehr enttäuschend. Grundsätzlich ist es auch egal, wer der Gegner ist, vier Tore wollen wir zu Hause nicht kassieren. Wichtig war für uns, nach der Halbzeit Mentalität zu zeigen und das haben wir gemacht – daran können wir anknüpfen. Wir haben bis zum Schluss Herz gezeigt und alles reingeworfen und dann auch das Tor gemacht. Wenn wir das 2:3 nachlegen, dann wäre vielleicht noch etwas drin gewesen. Wir haben zusammen ein anderes Gesicht gezeigt und nehmen das Positive mit."

Zur Tabellensituation:

Davie Selke nach der Niederlage gegen RB Leipzig
Aufstehen, weitermachen: Davie Selke nach dem Spiel (Foto: nordphoto)

Florian Kohfeldt: "Wir erinnern uns nicht an die letzte Saison, nein. Wir wussten, was wir für einen Spielplan haben und das sind momentan eben viele schwere Gegner. Wir brauche noch Minimum zwei Siege und müssen in den nächsten Spielen Punkte holen. Wir haben nie aufgehört, uns mit den unteren Plätzen zu beschäftigen. Aktuell haben wir noch einen stabilen Vorsprung, allerdings auch noch eine schwere Phase vor uns. Wir dürfen keine Panik bekommen und müssen weitermachen. Aber wir sind wach. Das, was wir die letzten Wochen investiert haben, wird irgendwann belohnt werden."

Christian Groß: "Wir haben uns immer mit dem Abstieg beschäftigt. Die Woche war sehr intensiv und im nächsten Spiel wollen wir wieder punkten."

Davie Selke: "Wir wissen, dass wir noch Punkte brauchen. Ich bin mir sicher, wenn wir an der heutigen zweiten Halbzeit anknüpfen, dann schaffen wir das auch. Wir sind noch nicht durch. Aber wir haben uns eine gute Ausgangslage erarbeitet."

 

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