Das besondere Lauferlebnis

Die gute Laune war Tina und Birte Bernhardt anzusehen
Leichtathletik
Dienstag, 05.10.2021 / 07:27 Uhr

Olaf Kelterborn

Der GutsMuths-Rennsteiglauf im Thüringer Wald gehört zu den kultigsten und größten Crosslaufveranstaltungen Europas und wird regelmäßig von den Deutschen Langlauffans zum Marathon des Jahres gewählt. Das war Grund genug für vier Werder-Langläufer:innen in diesem Jahr auf verschiedenen Strecken an den Start zu gehen.

Das Duo Birte Bernhardt und Tina Bernhardt hatte für die Königsdisziplin, den Supermarathon, gemeldet. Bei diesem äußerst anspruchsvollen Lauf galt es die Gesamtdistanz von 73,9 km zu meistern sowie 1.800 Höhenmeter zu überwinden. Bereits um kurz nach 6 Uhr morgens standen die beiden Werderanerinnen am Start in Eisenach und fieberten dem Beginn aufgeregt entgegen: „Die Anspannung vor dem Startschuss war schon extrem hoch, da wir aufgrund der vielen abgesagten Events nicht so genau wussten was einen auf so einer langen Strecke alles erwarten wird“, so die Bernhardts, die im Rennen aber schnell zeigten, dass sie sich auch einen derart langen Lauf perfekt einteilen können.

Bis Kilometer 25 ging es nahezu ausschließlich bergauf, ehe man mit dem Gr. Inselberg auf ca. 900 Metern Höhe den ersten Gipfel des Supermarathons bezwungen hatte. Nach 200 Metern bergab folgten etwa 15 Kilometer flacheres Gelände, in denen Tina Bernhardt einen kleinen "Schock" zu verkraften hatte, denn sie stürzte unglücklich und zog sich einige Schnitt- und Schürfwunden zu.

Nach kurzer Überlegung beschloss sie aber den Lauf fortzusetzen und sich durchzukämpfen. Der nächste richtig große „Aufstieg“ stand bei Kilometer 40 auf dem Programm. Dieser zog sich insgesamt fast 20 Kilometer hin bis zum höchsten Punkt des gesamten Laufes, dem Großen Beerberg (974 m). Wer diesen Punkt überwunden hatte konnte sich bereits auf den tollen Zieleinlauf in Schmiedefeld freuen, auch wenn dieser noch weitere 12 Kilometer entfernt war.Beide Werder-Läuferinnen erreichten das Ziel und waren absolut euphorisiert von der Stimmung: „Es war wieder einmal so schön im Ziel empfangen zu werden“, so Tina Bernhardt. „Da vergisst man einen Moment lang fast wie viele Kilometer man gerade gelaufen ist.“ Beide Läuferinnen kamen in neuer persönlicher Bestzeit von 8:16:12 im Ziel an, womit sie in der Gesamtwertung auf den Rängen 22 und 23 sowie auf Platz 3 und 4 der W45 geführt wurden.

Im Halbmarathon gingen Kerstin Schulze sowie Uwe Waldhaus an den Start.

Für Schulze war es nach einer längeren verletzungsbedingten Leidenszeit der erste Start bei einem Halbmarathon. Dementsprechend glücklich absolvierte sie ihren Lauf und hatte „eigentlich die ganze Strecke ein Grinsen im Gesicht, einfach weil es gut lief und diese Cross-Trail-Strecke unglaublich schön ist“, wie sie selbst hinterher zu Protokoll gab. Im Vorfeld spekulierte sie auf eine Zeit um 2:15:00, im Ziel überraschte sie sich mit 1:57:35 und Platz 11 der W55 selbst. „Ich bin ohne Uhr gelaufen und habe auf mich und meinen Körper gehört. Es lief einfach gut und heute bin ich einfach nur richtig glücklich“, so Kerstin nach dem Rennen.

Ähnlich erging es auch Uwe Waldhaus, der nach seinem Negativerlebnis beim Berlin-Marathon in Thüringen mal wieder „richtig Spaß hatte“. Da der Werderaner zum ersten Mal beim Rennsteiglauf dabei war, musste er in der letzten Startgruppe starten und hatte dementsprechend viele Überholmanöver zu absolvieren, was auf den teilweise schmalen Wegen nicht immer einfach war, aber „auch eine gute Motivation, denn so konnte man sich immer wieder an einen Vordermann heranarbeiten“, so Uwe. Auch er hatte Probleme mit dem GPS Empfang seiner Uhr, so dass er sich hauptsächlich auf sein Laufgefühl verlassen musste. Das ließ ihn aber nicht im Stich. Der Grün-Weiße bewältigte die Halbmarathonstrecke in sehr guten 1:34:06, womit er den 122. Platz in der Gesamtwertung der knapp 3.900 Teilnehmer sowie Rang 17 in seiner Altersklasse M40 belegte.

 
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