Gefahr von Rechtsaußen - Nazis im Fussball

Dieses Thema im Forum "Fan-Themen" wurde erstellt von st3vie, 31. März 2009.

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  1. Action

    Action

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    Ich weiß, dass es sehr schwierig ist, unmöglich ist es nicht. Man müsste halt eine Lösung finden, mit der man möglichst viele Fans erreicht. Ich wusste selbst zum Beispiel nix von der "da nicht für"-Aktion. Find ich klasse und wäre sofort dabei. Werbung ist halt alles, dann müssen wir uns darüber den Kopf zerbrechen oder nicht?

    Würd mich zumindest mal interssieren, ob es hier eine Mehrheit für etwas Neues gibt, denn ich finde, dass sich der Aufwand lohnen würde!

    Bsp.:

    - man schreibe einen Brief an Werder mit der Bitte um 40.000 DIN A5 Infodrucke (geschätzte Kosten: 400€)
    - man entwerfe einen stichfesten Artikel über die Beweggründe
    - man verziere das ganze mit ein wenig Werbung

    -> gute bis sehr gute Erreichbarkeit und vielleicht eine gute bis sehr gute Tat

    Ich würd mich ehrenamtlich als Verteiler melden!
     
  2. @Bilbo
    Das ich Herr Bilbo schrieb habe ich nicht im despektierlichen Ton gemeint. Nur um auch diesen Punkt noch abzuschließen :)

    :beer:
     
  3. Mick_666

    Mick_666 Guest

    ..mag sein, dem würde ich sogar zustimmen, aber:
    Tja und genau da wird der entscheidende Punkt getroffen. Du entziehst Dich somit wieder mal geschickt der Kernfrage dieser fortgeschrittenen Diskussion, der Frage, an der sich schließlich die Geister scheiden:
    Welches Wissen meinst Du denn? Dass dieser Ruf irgendwann der Neonazi-Szene entsprungen ist. Das habe ich schon lange nicht mehr bestritten, dazu waren die detaillierten Ausführungen kompetenter User, und das unabhängig voneinander zu einleuchtend. Und DAS, mein lieber Linienrichter Jörg Jablonski, habe ich auch nicht abzuwerten versucht.
    Was ich und andere aber wissen wollen, auch bestreiten, weil es unklar ist und was letztlich der Threaderöffner im Eingangspost behauptete: Ist dieser Ruf denn nun immer noch von gezielt ausführenden Personen (im Stadion) so gesteuert oder ist dieser Ruf an sich das einzige, was noch von seiner Entstehungsgeschichte übrig geblieben ist? Weil von friedlichen Anhängern eines Vereines zu rein - sportlichen - Zwecken genutzt werden?
    Du propagierst fortlaufend Wissen. Dann mal her mit den Fakten: Name, Lebenslauf, Vorstrafenregister, bekannte politische Aktivitäten der angeblich vielen rechtsradikal ,,rufenden" Personen im erwägten Block. Das und nichts anderes ist es doch, was Homer_J hier in den Raum gestellt hat und das allein aus einem Empfindungbericht heraus. Er will ein Heil nach dem Sieg gehört haben. Wer noch? Er hörte Beschimpfungen von Spielern. Wenn das rechtsradikal ist, dann sind so einige Spielerthreads hier im Forum voll von Neo-Nazis. Und mit Adressen, die dann sogar rückzuverfolgen wären.

    So ist es. :tnx: Vor allem können viele, mich eingeschlossen, den Vorwurf als Vorwand: ,,ausländerfeindlich, weil Ihr uns nicht so machen lasst, wie wir wollen" nicht mehr hören. Hier wird zum Beispiel noch eindeutiger als im Fanblock eine Vergangenheit mißbraucht, die keinen Bezug mehr hat. Für mich ist das keinesfalls irritierend. Übrigens hätte ich zu diesem Thema gern mal die Meinung unseres geschätzten Users Cem gehört, der ja wohl als Sozialarbeiter und ,,Deutsch-Türke" viel mit solchen Fällen zu tun hat. Aber das nur am Rande...

    @Sopho
    Ich werde andere darüber aufklären, sofern sich die Möglichkeit bietet. Aus Überzeugung der Richtigkeit des Ursprungs, ohne die Möglichkeit außer Acht zu lassen, dass es noch immer und vor allem ein sportlicher Anfeuerungs-,,Ruf" ist. Habe ich ausserdem schon mal ansatzweise angefangen, vor dem Bilbao-Spiel....
    Aber darum geht es mir hier gar nicht. Es geht mir, wie sonst auch, besonders um Recht und Unrecht. So lässt mich der Eindruck nicht los, dass diese typisch ,,den Deutschen von außen eingeimpfte" Debatte Leute angreift, die vielleicht nicht einmal die befürchteten Neo-Nazis sind. Das zeigt schon der Threadverlauf: Ein User stellt eine Behauptung in den Raum und schon springen viele auf den Zug der ,,wir Deutschen sind ja achso schrecklich wegen unserer Vergangenheit und eigentlich noch immer so und müssten immer und so lange wie möglich dran denken" -Experten und die, die das aus anderen, relativierteren Gesichtspunkten betrachten sind bewußt teilnahmslos, setzen sich nicht mit der Geschichte auseinander usw. Ich schrieb es schon einmal: Das ist die gezielte Masche, womit die Siegermächte schon vor 60 Jahren begonnen haben, dem Deutschen das Selbstbewußtsein zu nehmen. Sicher nicht ohne Grund.

    :tnx: Mein Reden. Dazuzufügen wäre: Der Beiklang macht die Musik!

    Eine höchst einseitige Betrachtungsweise. Wir müssen nämlich auch genauso flexibel mit unserer Muttersprache umgehen dürfen, ohne bei der nächsten Gelegenheit vorgehalten zu bekommen, dass ein Wort anrüchig ist. Das ist auch eine Verantwortung, nämlich die, das Ganze vergessen machen zu wollen, indem wir gerade zeigen, dass wir unsere Sprache unbescholten nutzen und dabei trotzdem nicht wie Leute auftreten, die diese Vergangenheit glorifizieren. Sonst nehmen sich im Umkerhschluß andere immer wieder das Recht heraus, erstmal Missverständnisse zu kreieren.
     
  4. Auch wenn ich mich in diese (wie stets bei solchen Themen) tiefschürfende Diskussion politisch interessierter Werder-Anhänger gar nicht groß einmischen will - um "Recht Haben" sollte es hier eigentlich nicht gehen. Interessant finde ich die Befindlichkeiten anderer User, wenn im Stadion dieses

    Klapp, Klapp - Klapp, Klapp, Klapp, Klapp, Klapp ...
    SIEG !

    angestimmt wird.

    Ich persönlich rufe da nicht mit (egal wie begeistert ich in dem Moment auch bin), eben weil mir das kollektive "SIEG!"-Brüllen aufgrund meiner aktiven Teilnahme am Geschichtsunterricht einen üblen Nachgeschmack verursacht. Ich rege mich da jetzt nicht unbedingt über diesen Spruch auf, weil ich einfach mal davon ausgehe, dass dieser "Schlachtruf" nicht unbedingt von ultrarechten Vollpfosten sondern eher von ahnungslosen, geschichtlich uninformierten, uninteressierten oder eben sonstwie anders als ich tickenden (jedenfalls nicht rechten) Fans initiiert wird. Ich mag diesen Ruf einfach nicht - ist mir zu martialisch. "Ihr könnt nach Hause fahr'n" tut's da z.B. doch auch.

    Da stehe ich im übrigen auch nicht allein. Um mich rum auf der Nord wird das Meiste was so angestimmt wird, irgendwie mitgerufen - mit deutlicher Ausnahme des "SIEG!" Rufs. Da ist bei uns allgemein Schweigen im Walde angesagt (da wird allenfalls mal mitgeklatscht).
     
  5. Das ist nicht Dein Ernst, oder?
     
  6. @Mick-Werder, ich würde dich bitten, deine Aussagen zu straffen, du erweckst den Eindruck den anderen müde zu schreiben. Zumal du dich immer wieder wiederholst:

    -Wir müssen nämlich auch genauso flexibel mit unserer Muttersprache umgehen dürfen, ohne bei der nächsten Gelegenheit vorgehalten zu bekommen, dass ein Wort anrüchig ist. Das ist auch eine Verantwortung, nämlich die, das Ganze vergessen machen zu wollen, indem wir gerade zeigen, dass wir unsere Sprache unbescholten nutzen und dabei trotzdem nicht wie Leute auftreten, die diese Vergangenheit glorifizieren.

    Da sind mehrere Fehler in der Argumentation: Flexibel ist kein Qualitätsmerkmal. Worte bleiben anrüchig, wie oft und in welchem Zusammenhang Du sie auch benutzt: Konzentrationslager, Totaler Krieg, SS, SA, usw.
    Das Ganze kann man nicht vergessen machen: Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.
    Es geht nicht um das -unbescholtene Benutzen der Sprache- sondern um einen sensiblen Gebrauch der Sprache, das man sich der Verantwortung bewußt ist und daher auf diese Worte verzichtet.
     
  7. @ Mick-Werder

    Ich habe ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, was Du genau zum Ausdruck bringen willst.

    Wenn ich Dich richtig verstehe bestreitest Du nicht, dass der Schlachtruf in unserem Stadion einen rechtsradikalen Hintergrund hat. Du möchtest aber scheinbar darüber diskutieren, ab wann ein rechtsradikal motivierter Schlachtruf harmlos wird.

    Das ist mir zu anstrengend, muss ich gestehen.

    Es gibt in meinem Leben keinerlei Notwendigkeit, irgendetwas zu rufen, das einen Neonazi-Ursprung hat, und sei das Wort für sich genommen auch noch so harmlos, noch so viel Zeit verstrichen, meine Gesinnung noch so edel.

    Kein Schlachtruf ist so unverzichtbar und geil, als dass ich ihn mir ideologisch zurechtbiegen müssen möchte. Und kein Schlachtruf ist für mich so unverzichtbar und geil, um rechtsradikale Assoziationen, die manche Leute haben und manche Leute nicht, zu ignorieren.

    Das soll jeder für sich entscheiden. Ich nehme niemandem den Schlachtruf, möchte mir aber auch das Unbehagen daran nicht wegdiskutieren lassen.

    Alle anderen Fässer, die Du hier aufmachst, sind seltsame Nebenkriegsschauplätze, um die es hier gar nicht geht. Dennoch ist es ein bisschen eigenartig, was Du über Deinen Umgang mit Deiner Muttersprache schreibst. Du willst, wie Du schreibst, unsere Sprache unbescholten nutzen und dabei trotzdem nicht wie Leute auftreten, die diese Vergangenheit glorifizieren.

    Das klingt theoretisch prima, ist aber in der Praxis völlig wertfrei. Ich bin sicher (und hoffe das auch, ehrlich gesagt), dass es auch in Deinem Sprachgebrauch Wörter gibt, die Du aus Sensibilität anderen gegenüber nicht verwendest, auch wenn die Wörter in anderem Kontext harmlos sind. Um nichts anderes geht es hier.

    Ich nehme z.B. an, dass Du ohne Problem einen engen Freund mal scherzhaft kumpelig "P enner!" nennen kannst. Ich glaube aber nicht, dass Du einen Obdachlosen von Angesicht zu Angesicht mit dem selben Gefühl so ansprechen würdest, obwohl das Wort dasselbe wäre. Ich glaube auch nicht, dass Du einem Juden mit leuchtenden Augen erklären kannst, dass Dachau und Auschwitz einfach coole Orte sind, auch wenn Du das vielleicht nach einem privaten Kurzurlaub tatsächlich so empfinden könntest. Es sind ja nur Orte. (Waechter wird nun vielleicht wieder schreiben, dass es ihm völlig schnurzegal ist, was der Jude in diesem Fall denkt, weil er ja für sich weiß, dass er selbst das ohne jeden Hintergedanken sagt. Ich sehe die Sache anders.)

    Es geht bei jedem unbescholtenen Wort der von Dir gerne beschützten Deutschen Sprache nicht um dessen nackte Bedeutung, sondern um Beiklang und Assoziationen. Diese Assoziationen und dieser Beiklang müssen nicht basisdemokratisch diskutiert und von jedem so empfunden werden. Man kann aber auch nicht ignorieren, dass verschiedene Dinge von vielen Menschen in einem Stadion verschieden empfunden werden.

    Völlig sinnlos ist es, den Kritikern dieses Rufes vorzuhalten, dass ihre Assoziationen und Empfindungen scheiße oder unpassend sind. Sie sind da, sie sind begründet, und das Unbehagen und Hinterfragen dieses Schlachtrufes schadet weniger als Ignoranz oder ein überheblicher Umgang mit den Bedenken. Du musst sie Dir nicht zu eigen machen, aber Du musst sie respektieren.

    Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
     
  8. Ich habe es schon einmal gesagt: Bitte verwechsel hier nicht eine Debatte um Rechtsradikale im Stadion mit Rassismus. Sollte es irgendwann einen Thread dazu geben, können wir sicher dort weiter debattieren, auch wenn ich glaube, dass wir dort schneller auf einen Nenner kommen. ;)


    Es ist natürlich vollkommen richtig, dass unsere Geschichte jahrzentelang missbraucht wurde, das bestreite ich nicht. Letztlich hat es aber dazu geführt, dass der Deutsche an sich viel differenzierter über verschiedene Themen urteilen konnte, als in anderen Ländern. Das bemerke ich immer wieder. In Spanien hört man zum Beispiel in einer Diskussion oft den Spruch: "es lo que hay" - "So ist das nun mal".
    Dass der Deutsche etwas akzeptiert ohne darüber nachzudenken, passiert da doch eher selten (auch wenn wir es teilweise mit Diskussionen übertreiben ;)).
    Nicht umsonst sind wir das Land mit mehr Gewerkschaften, als Einwohnern ;)

    Was ich damit sagen will: Begreif die Tatsache, dass es lange missbraucht wurde als Chance, nicht als Angriff. Über die Jahrzehnte der "Unterdrückung" (blödes Wort, ich weiss) sind die meisten Deutschen hinweg und bei der Wm 2006 hatten wir auch die Möglichkeit dies im Ausland zu präsentieren. Über das 3. Reich zu reden macht uns nicht mehr angreifbar, dass zeigen auch diverse Nazifilme made in Germany, die auch bis vor einigen Jahren nicht "vorzeigbar" gewesen wären.
    Das heisst nun aber noch lange nicht, dass es keine Neo-nazis mehr gibt, Mick. Auch, wenn dir niemand beweisen wird, dass es in Block 65 Nazis gibt, wirst du wohl doch anerkennen, dass es sie immer noch gibt. Auch in unserem Weserstadion.
    Ein gesunder (oder wie du sagst flexibler) Umgang mit unserer Sprache, wäre da wohl eher ein im Stakkato gepfeffertes LIEB! als humorvolle Reaktion auf die Parallelen zum Spruch aus dem 3. Reich.
     
  9. @ Mick-Werder:
    Ich glaube, wir werden uns hier nicht mehr einig:
    - Du möchtest mit dem Thema Nazis in Ruhe gelassen werden - ich möchte einen angemessenen Umgang, und der hat wenig mit Anklage, sich schuldig fühlen, eingeredeten Mindewertigkeitskomplexen oder sonstwas zu tun, sondern damit, eine gewisse Verantwortung zu übernehmen und vor allem, so aufmerkasm zu sein zu äußern, wenn etwas mir suspekt erscheint.

    - Du fühlst dich (anscheinend) angeklagt, sobald jemand Nazis zum Thema macht - ich fühle mich übehaupt nicht schuldig, daher auch nicht angeklagt, aber ich halte es - siehe oben - für angemessen, hier sensibel und aufmerksam zu sein. Ich kann nicht erklären warum, finde aber irgendwie, dass sich das (zumindest für mich) von selbst versteht.

    - Du meinst, weil das Nazi-Thema auch Gegenstand politischen Kalküls ist, dürfte man sich darauf gar nicht erst einlassen - Ich finde es, dass unabhängig von Kalkülen, die es sicher geben mag, richtig ist, sich mit diesem Thema zu befassen, weil es weit über politisches Kalkül hinaus geht.
    Die Nazis hat es nunmal gegeben, sie haben den 2. Weltkrieg angezettelt und von den vielen Millionen, die sie dadurch auf dem Gewissen haben, sind wiederum einige Millionen dabei, die allein aus rassischen, biologischen Gründen vernichtet werden sollten und worden sind (Juden, "Zigeuner", Behinderte, Homosexuelle). Und das ist allein schon Grund genug, sich damit zu einer Zeit zu befassen, in der nicht mal alle Zeitgenossen gestorben sind und in der immer wieder mal Parteien, die ideologisch zumindest in der Nähe der Nazis anzusiedeln sind, erstaunlich viele Stimmen bei Wahlen bekommen. Mal abgesehen von den sonstigen Aktivitäten dieser Menschen. Als Werderfan sollte man da auch nicht vergessen, wie diese Leute mit Owomoyela und Özil umspringen.

    - Du forderst Belege, dass es nicht nur die Nazis sind, die diesen Ruf begründet haben, sondern dass die Rufer auch Nazis sind - mir geht es gar nicht darum, sondern darum, dass diese Zusammenhänge gesehen werden sollten.
    Dir reicht, dass es "vielleicht nicht einmal die befürchteten Neo-Nazis sind, von denen anscheinend in der Ostkurve dieser Ruf ausgeht und von denen ich hoffe, dass sie sich mit dem Hintergrund und den Ähnlichkeiten mit einem bekannten Nazi-Ruf auseinandersetzen. Ich dagegen will gerade dass diese Leute und nur diese Leute darüber nachdenken, weil diejenigen, die mit voller Absicht "Sieg!" brüllen, weil es an die Nazis erinnert, kann ich sowieso nicht überzeugen.
    Wenn Nazis darunter wären, wäre es umso schlimmer und für mich sowieso ein Grund einzuschreiten.
    Aber die Leute, die das mitmachen, weil sie die Zusammenhänge nicht kennen oder weil sie den Ruf trotzdem cool finden, will ich weniger angreifen, als anregen, sich Gedanken zu machen, ob dieser Ruf sein muss.

    MFG dkbs
     
  10. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Na klar, ich würde einem Juden sowas direkt ins Gesicht sagen, weil ich ja nichts von Anstand weiß ... Vielleicht solltest du aufhören Leute zu beurteilen die du nicht kennst. Irgendwann könntest du nämlich mal was Falsches schreiben.
     
  11. Action

    Action

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    Kann sich mal außer dkbs zu meinem Beitrag äußern, Ihr dreht Euch im Kreis!!!
     
  12. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Versuch etwas anzustimmen, alles andere ist so wie es dkbs schon sagte. Und es ist normal, dass man sich im Forum im Kreis dreht, weil nicht alle auf einen Schlag ihre Sicht der Dinge dazu sagen.
     
  13. Nö, ich schreibe da schon was Richtiges. Dir wäre es egal, wenn Deine ausländischen Nachbarn Dich wegen Deiner Skinhead-Mucke für einen Nazi halten. Hast Du geschrieben. Das findest Du sogar "lachhaft".

    Vielleicht wäre es ja auch ein Zeichen von "Anstand", wenn Du drüber nachdenken könntest, dass Dein "südländischer Nachbar" sich natürlich dadurch belästigt, weil bedroht fühlend könnte, wenn sein Nachbar laut Songs wie "Wir sind die Skins" hört. Und zwar ganz egal, wie der gemeint ist.

    Insofern kann ich zwischen meinem gewählten Beispiel und Deiner gelebten Realität keinerlei Unterschied erkennen, und es ist seltsam, dass Du in der einen Sache partout kein für Dich relevantes Problem erkennen willst und in der anderen Sache sofort aufgeregt mit dem Begriff "Anstand" um die Ecke kommst.
     
  14. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Ah ja, wenn also jemand falsche Schlüsse aus meiner Musik vergleicht, würde ich nem Juden auch sowas ins Gesicht schmettern.

    Sei mal langsam vorsichtiger was du mir hier unterstellst. Nur ein nett gemeinter Ratschlag, Kollege.
     
  15. "Sowas ins Gesicht schmettern" ?? Ich habe von der puren Nennung zweier belasteter Ortsnamen gesprochen, als Analogie zu einem gleichsam belasteten Schlachtruf.

    Du faselst doch hier in einer Tour was davon, dass man das Sprachliche alles nicht so eng sehen darf, dass es egal ist was andere denken, dass Wörter völlig aus dem Kontext und mit etwas Abstand völlig unbedenklich sind. Wieso machst Du plötzlich doch Unterschiede?
     
  16. Soll das eigentlich eine Art Drohung sein?
     
  17. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Noch ein letztes Mal: Wenn du meine Beiträge tatsächlich gelesen haben solltest, dann hör auf mir Sachen zu unterstellen, die ich nicht geschrieben habe. Langsam könnte man nämlich denken, du bist zu dämlich um die Beiträge der User voneinander unterscheiden zu können.
     
  18. Mein Lieber, dann schreib' einfach etwas intelligentere Sachen. Nur so als Tipp. So langsam verrennst Du Dich nämlich in Bereiche, aus denen Du scheinbar nur schwer herausfindest.

    Du hast geschrieben, dass es Dir egal ist, ob Dein ausländischer Nachbar Dich für einen Nazi hält, weil Du laut "Wir sind die Skins" hörst. Du findest es sogar "lachhaft", Dir darüber überhaupt Gedanken zu machen.

    Und auf einmal ist es für Dich ungeheuerlich, wenn ich vor diesem Hintergrund annehme, dass es mit diesem Selbstverständnis im Hinterkopf eigentlich auch okay wäre, Juden gegenüber wertfrei von der Schönheit der Orte Dachau und Auschwitz zu berichten, wenn Du ganz aufrichtig wirklich die Orte selbst meinst und nicht deren dunkle Vergangenheit. Das sind nur Ortsnamen!!! Und Deiner Definition nach müsste es genauso "lachhaft" sein, in diese Ortsnamen heute noch etwas reinzuinterpretieren, solange Du nur über die Orte an sich sprichst.

    Erklär' doch einfach mal, weshalb Du hier dann auf einmal doch einen Unterschied machst.

    Weshalb sind Assoziationen mit "Sieg Heil!" etwas völlig anders als Assoziationen mit dem Wort "Dachau"? Weshalb darf Dein ausländischer Nachbar (der möglicherweise tagtäglich mit der potenziellen Bedrohung durch Skinheads durchs Leben geht) sich durch Deine Musikauswahl notfalls bedroht fühlen, weil er Dich für einen rechten Skin halten könnte, aber die hier nur theoretisch angenommene Möglichkeit, Du müsstest dann eigentlich auch wenig Rücksicht auf einen Juden nehmen, der sich ähnlich fühlen könnte empfindest Du als Unverschämtheit?

    Vielleicht ist es kein Problem des falschen Lesens und Interpretierens Deiner Beiträge, sondern ein Problem dessen, was Du da schreibst. An Deiner Stelle würde ich das besser auch in Betracht ziehen.
     
  19. Naja, das entspricht ja wohl absolut nicht der Wahrheit. Sonst würdest Du hier nicht so stark durch eine zunehmend aggressive Schreibweise auffallen. Oder mit anderen Worten: wenn es Dir wirklich egal wäre, was wir von Dir halten, dann würdest Du Dich hier nicht so aufregen und sogar verkappte Drohungen aussprechen.

    Nach all Deinen Texten hier habe ich ehrlich gesagt auch massive Schwierigkeiten, Deinen Standpunkt präzise zu definieren, denn mir ist ein wenig die Übersicht verloren gegangen. Korrigiere mich bitte, falls ich das jetzt falsch verstanden habe: Du zählst Dich selber nicht zu den (Neo-)Nazis, distanzierst Dich auch von dieser Menschengruppe, hast aber mit den "Sieg!"-Rufen im Stadion kein Problem? Ich möchte nur versuchen, Deinen Standpunkt zum ursprünglichen Thema des Threads zusammenzufassen.

    Hier noch ein kleines Offtopic: Ich als Münchener kann Euch sagen, das Dachau wirklich ein sehr schönes Städtchen ist. Ich habe sogar mal überlegt, dort hin zu ziehen, aber die Mietpreise waren mir persönlich zu hoch. Die KZ-Gedenkstätte ist übrigens nicht direkt in Dachau, sondern am Ortsrand.