Gefahr von Rechtsaußen - Nazis im Fussball

Dieses Thema im Forum "Fan-Themen" wurde erstellt von st3vie, 31. März 2009.

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  1. Pass mal auf, mein Freund: dieser "diaspora typ" war vor 50 Jahren das erste Mal im Stadion bei Werder, hat viele Generationen irgendwelcher Kurvenpfeifen miterlebt und wird auch noch die Ultrabewegung überleben...
    ... aber eins hat er in seiner ganzen Zeit bei Werder nie getan:
    sich politisch in irgendeiner Form geäußert

    Weil mir dafür einfach der Fußball an und für sich viel zu wichtig ist.
    Ich habe, möchte, kann und werde mich auch nicht mit irgendwelchen rechten, linken oder sonstigen Vollpfosten im Stadion politisch auseinandersetzen, dafür können wir uns gerne wann anders treffen und bei einem kühlen Getränk diskutieren.
     
  2. Das ist leider sehr schwer zu vermitteln...
     
  3. :tnx::tnx::tnx:

    Und für mich gibt es sehr wohl einen Unterschied zwischen links und rechts. Denn das rechte Gedankengut verachte ich grundsätzlich, ob in "milder" oder in radikaler Form. Der Begriff "links" ist ein weites Feld. In radikaler Form gefällt er mir auch nicht, z.Bsp. halte ich den Anarchie-Gedanken für Unsinnund auch generelle "Fuck Cops" Sprüche etc. unangemessen. Allerdings deckt er halt auch Felder ab mit denen ich mich sehr gut identifizieren kann, darunter eine weltoffene, bunte Gesellschaft, soziale Gerechtigkeit, Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung etc... Und darum würde ich nie sagen "beides gleich schlimm", das ist viel zu undifferenziert.
     
  4. *Eisbaer*

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    Nunja, Wiesenhof als Sponsor ablehnen ist eine Sache, regelrechte Tierschutzproteste in der Kurve eine vollkommen andere. Ich musste so kotzen, als am Tag der Fans damals die ganzen PETA-Deppen Werder als Bühne benutzt haben. Das finde ich fehl am Platze. War aber auch nur ein Beispiel. Ich glaube neben diesen PETA-Aktionen gab es nichts vergleichbares mehr.

    Richtig. Nur ohne Anlass sind dauernde Plakate vollkommener Quatsch. Da kann ich mich auch mit nem Schild in die Kurve stellen "Gegen rosa Elefanten in der Kurve". Mir ist auch klar, dass noch genug Nazis im Stadion hocken, aber die verhalten sich eigentlich relativ ruhig. Sowas wie in Bochum(war glaube ich Bochum) hab ich schon lange nicht mehr gesehen.

    Ist auch nicht verkehrt, aber der Fußball ist keine Bühne für Politik, zumindest nicht für solche, die nicht aktuell oder vollkommen vom Fußball losgelöst ist.


    @dieeeter
    Ob linke Chaoten oder rechte Chaoten ist tatsächlich wurscht. Das ist beides Abschaum. Natürlich sind nicht alle linksorientierten Menschen auch Chaoten, das gilt allerdings ebenso für die rechte Schiene, auch wenn man die natürlich aufgrund unserer Geschichte weniger leiden kann. Dennoch haben beide Seiten ein Recht auf ihre Weltanschauung und auch darauf, Werder-Fan zu sein. Das sagt bereits das Grundgesetz. Jeder kann glauben was er will und jeder kann seine eigene Weltanschauung haben. Problematisch wird es nur, wenn jemand versucht, dies irgendwie publik zu machen oder zu verbreiten. Passiert das nicht, kanns aber jedem am Allerwertesten vorbeigehen.
     
  5. dieeeter

    dieeeter Guest

    es gibt keine rosa elefanten in der kurve. es gibt homophobie und rassismus in der kurve und nazis, die jagd auf antifaschisten machen, außerhalb des stadions. also was soll dein unsinniger vergleich?
     
  6. *Eisbaer*

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    Es gibt homophobe und rassistische Menschen in der Kurve, die sich aber ruhig verhalten und nur ab und zu mal auffallen. Dann aber auch nur, weil irgendwer eine Unterhaltung zwischen zweien mitbekommen hat. Übergriffe außerhalb des Stadions haben nichts mit Werder oder Fußball zu tun. Das sind Probleme zwischen rechten Hools und den Ultras, die nun bekannterweise links sind. Das muss man nicht noch ins Stadion tragen, zumal das NUR Ultras betrifft und nicht den xbeliebigen Werder-Fan. Wären die Ultras nicht so links, würden ihnen auch keine rechten Hools auflauern. Wüsste nicht, was Werder damit zu tun hätte.
    Das ist Nazis vs. Antifa und nichts anderes.
     
  7. Das stimmt...aber ich muss trotzdem nicht damit einverstanden sein und kann mich darüber freuen, wenn jemand diese Anschauung anprangert.
    Nur weil das Grundgesetz Nazis zugesteht, so zu denken, muss ich Ihre Gedanken nicht gutheißen. Und dann ist das schöne, dass das GG es ebenfalls ermöglicht seinen Unmut darüber auszudrücken...
     
  8. *Eisbaer*

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    Darum gings hier ja auch nie. Wenn ein Nazi in der Kurve seine Parolen raushaut oder ein Plakat ausrollt, dann sollte man ihm zeigen, dass das nicht willkommen ist, alles schön und gut. Es ging jetzt aber darum, dass man seine Plakate und Energien lieber auf aktuelle Sachen lenken sollte und nicht auf den geliebten Feind, der eigentlich schon lange nichts mehr gemacht hat. Wie gesagt, die Geschehnisse draußen in der letzten Zeit, die hatten nichts mit Fußball oder Werder zu tun und müssen demnach auch nicht thematisiert werden im Stadion. Da ging es einzig und allein darum, linke Aktivisten zu vermöbeln und das sind die Ultras nun einmal.
     
  9. in dieser Hinsicht gebe ich Dir recht.
    Generell muss Politik tatsächlich nicht im Stadion ausgetragen werden, dafür gibt es sicher bessere Plattformen, insbesondere wenn es sich um radikale gegensätzliche Positionen handelt, die den Großteil der Zuschauer so tatsächlich nicht interessieren.
     
  10. dieeeter

    dieeeter Guest

    was zur hölle?? :ugly:

    ich bin raus
     
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    :wink:
    Wer nicht verstehen will, dem ist nicht zu helfen.
     
  12. Das was du geschrieben hast ist aber auch ziemlicher Schwachsinn.
     
  13. *Eisbaer*

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    Wenn man nichts dagegen sagen kann, als dass es Schwachsinn ist, dann steckt wohl nicht viel dahinter. ;)
     
  14. Politik ist überall, auch im Stadion. Und da haben weder Rassisten, noch Homophobe oder Neonazis was zu suchen. Ich bin stolz auf unsere linke Ultraszene und ich bin froh das wir durch diese immer wieder die ganzen rechten Hooligans vom Stadion fern halten. Aber es ist doch unsinnig zu sagen das die rechten Hools den Ultras auflauern weil sie so links sind. Es ist gerade anders, wären sie nicht so links, dann hätten wir viel mehr von den rechten Hools im Stadion.
     
  15. *Eisbaer*

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    Und warum verweigerst du diesen Menschen das Recht auf einen Stadionbesuch, solange sie nichts tun? Nur weil sie anders denken als du oder ich? Genau genommen diskriminiert man damit genauso wie es eben diese Personengruppen zumindest gedanklich tun.
    Und das ist der springende Punkt hier.

    Jain. Ist natürlich schwer zu beurteilen, inwiefern die Ultras nun dafür verantwortlich sind und ob dies ohne sie anders wäre. Aber da will ich gar nicht mal groß was anderes sagen, auch wenn viele rechte Hools bereits Stadionverbote haben, genau wie übrigens genug linksradikale Ultras. Spielt nämlich keine Rolle.
    Denn das ganze Tralala zwischen Ultras und rechten Hools hat NIX mit Werder oder Fußball zu tun, höchstens geschichtlich gesehen. Rechtsradikale und Linksradikale habens nun einmal miteinander, das ist nichts Neues. Nun würde ich Ultras nicht unbedingt als linksradikal bezeichnen, aber der Übergang ist da fließend, da große Teile der Ultras sicherlich dazuzählen. Antifa-Banner im Stadion sprechen da auch für und Antifa heißt nun einmal nicht einfach, dass diejenigen simple Anti-Faschisten sind. ;)
    Jedenfalls herrscht ein ewiger Zwist zwischen Rechtsradikalen und Antifa-Gruppierungen, was auch unsere Ultras beinhaltet. Hat mit Werder nichts mehr zu tun und findet außerhalb des Stadions und nur innerhalb dieser Gruppen statt. Normale Fans haben jedenfalls von rechten Hools nichts zu befürchten, wenn sie durchs Viertel wandern.
     
  16. Du meinst doch nicht wirklich das es Diskriminierung ist, wenn Neonazis, Rassisten,... vom Stadion ausgeschlossen werden. :confused:
     
  17. *Eisbaer*

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    Das mein ich nicht nur, das ist faktisch so. Jemanden wegen einer anderen Weltanschauung, Religion, Meinung, etc. von etwas auszuschließen ist Diskriminierung. Was anderes ist es, wenn diese Leute Stadionverbote erhalten, weil sie gegen Regeln oder gar Gesetze verstoßen haben(z.B. rechtsradikale Propaganga, Affengeräusche, whatever). Aber nur weil sie anders denken, das ist kein anderes Denken als eben genau von diesen Personengruppen.
     
  18. Es ist Diskriminierung, wenn überhaupt jemand aufgrund seiner - nicht offensichtlichen - politischen Gesinnung aus dem Stadion und somit vom Fußball ausgeschlossen wird.

    Erst in dem Moment, wo er seine Parolen, egal ob Nazi-Parolen oder Antifa-Parolen, im Stadion kundtut, hat das mit Fußball nichts mehr zu tun und gehört eliminiert.

    Weil wir uns auf das Spiel und unsere Mannschaft konzentrieren wollen...
     
  19. ptotheizzo

    ptotheizzo

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    Vielleicht fühlt man sich nicht bemüßigt etwas dagegen zu sagen, weil der Fehler ziemlich offensichtlich ist?
    Mit der Argumentation kannst du nämlich auf alles und jeden draufhauen. Wären Menschen nicht gegen das Naziregime gewesen wären sie nicht verfolgt worden, wären homosexuelle Menschen in gewissen Ländern nicht homosexuell würden sie nicht hingerichtet werden, würdest du nicht ausplaudern dass deine Firma kriminell ist würdest du nicht rausgeschmissen, wärst du keine Frau und attraktiv würdest du nicht vergewaltigt werden, wärst du nicht links würdest du von Rechten nicht aufs Maul bekommen.
    Das ist einfach klassische, widerwärtige Schuldzuweisung an das Opfer.
     
  20. *Eisbaer*

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    Das ist in dem Fall aber einfach falsch, da das Opfer nicht unbedingt nur Opfer ist. Es ist ja nun nicht so, dass rechte Hools einfach so linke Ultras verprügeln, weil diese lammfromm gegen Nazis protestieren. ;)
    So schwarzweiß ist das leider nicht. Die Ultras sind vieles, aber keine Opfer, vielleicht vereinzelt, aber nicht als Gruppierung. Das macht die Gewalt ihnen gegenüber natürlich nicht richtig, aber darum gings ja auch nicht, sondern darum, dass der Quatsch überhaupt nichts mit Werder und Fußball zu tun hat.