Markus Anfang (Trainer 1. FC Kaiserslautern)

Dieses Thema im Forum "Ehemalige Werderaner" wurde erstellt von Christian Günther, 31. Mai 2021.

Diese Seite empfehlen

  1. Was hast du denn erwartet, dass mit den gleichen Vögeln plötzlich alles auf links gedreht wird?
    Es wurde nur der Trainer getauscht, das wars, die Mannschaft ist schwächer geworden und Bode ist ja auch noch nicht weg.
     
    svw1311 und beckstown gefällt das.
  2. Um deinen Beitrag mal in ein etwas anschaulicheres Bild zu übersetzen, so wie ich ihn verstehe:
    Ich komme mit meinem Mopped zu dir, weil der 2-Zylinder-Motor unrund läuft, nicht richtig zieht und es hin und wieder Fehlzündungen gibt.
    Deine Aussage wäre dann: Ach was, du musst nur statt E10 Super Plus tanken, dann renkt sich das alles wieder ein.

    Da kann ich @Cyril Sneer nur beipflichten: Einfach Nein.
     
    svw1311 gefällt das.
  3. Kohfeldts größtes Problem war die vereinsimmanente Heimschwäche .... Markus Anfang und der Verein tun gut daran dies schnell zu ändern ... dieses jahrelange Versagen vor eigenem Publikum ist ein Ausdruck der Vereinskultur und des Selbstverständnisses, was sich in der Psyche festgefressen hat .... das ist keine reine Blockade. Werder muß sich als Verein wieder einen anderen Ruf zulegen .... viel unsympathischer und unangenehmer ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. August 2021
  4. Bin immer wieder erstaunt wie man mit Floskeln Zustimmung erreichen kann.
    Anscheinend wird davon ausgegangen, dass die Zukunft positiver wird,
    das ist Träumerei.
    Wenn der Bauer die Erde umbricht, sagt das noch nichts über die Ernte aus,
    es kann auch schlechter werden
    oder es kann auch eine platte Blase bleiben,
    Beispiele gibt es dafür massenhaft.
    Nur weil "Kohfeld weg" ist, spielt die Mannschaft nicht besser.
    "Umbruch und weg" sagt doch nichts,
    was sollten die Neuen den besser machen?
    Kreative Lösungen. neue Leute, bessere (junge)Spieler, Geldmittel akquirieren, Investor
    ja, ja

    :klatsch:
     
  5. Ich würd erstmal sagen, Kohfelds größtes Problem waren die Spieler,
    weil sie es in den letzten 10 Spielen nicht hinbekommen haben 3 Punkte zu sammeln,

    dann kann man natürlich viele Erklärungen, (Ausreden) anführen.
    Vielleicht waren die Spieler auch zu schlau, haben sich zu viele Gedanken gemacht,
    wenn wir eine "doofere" Mannschaft gehabt hätten, hätten sie vielleicht alles reingehauen, gerannt, geblockt, aggressiv den Gegner bekämpft.

    Satire,
    das da nicht der ein oder andere auf falsche Gedanken kommt.

    :lol:
     
    mojoforsvw gefällt das.
  6. Flutlicht82

    Flutlicht82 Guest

    Unser Bauer hat jedoch erst eine Hypothek für unser Land aufgenommen. Dann hat er das Land verkauft. Jetzt wird das Land nicht mehr bewirtschaftet. Wie soll jetzt überhaupt etwas gedeihen?
     
  7. johnni

    johnni

    Ort:
    NULL

    Jetzt in der Zweiten Liga sieht man ja wie toll der Kader ist. Selbst als noch alle da waren war es gegen Hannover
    und Düsseldorf knapp und beide stehen in der Tabelle nicht unbedingt oben.
     
  8. Würde ich mich zur Wahl stellen wollen und einen solchen Text vortragen, würde ich dir zustimmen @ Floskeln.
    Da ich aber lediglich 'Scheinweltler' bin, ist das bloß meine Meinung.
    Hätte ich ein konkretes Konzept, würde ich mich zur Wahl stellen. ;)
     
  9. Juri

    Juri Guest

    Unsympathisch kann man anderen überlassen, würde ich sagen, aber es geht trotzdem in die richtige Richtung. Eine Haltung zulegen würde ich sagen? Stolz.
     
  10. Juri

    Juri Guest

    Ich glaube, Anfang hat noch relativ wenig mit der Krise zu tun. Er hat ja auch schon Erfolge in der zweiten Liga vorzuweisen. Was mir aber nicht so gut gefällt, ist, dass er die Pleiten auf "individuelle Fehler" schiebt. Denn das ist die typische Ausrede von Trainern, die es auf die Spieler schieben wollen. Und er hat in den letzten beiden Spielen jeweils gesagt, dass es nicht an der Stärke des Gegners gelegen hätte, nur an der eigenen Schwäche, das fand ich leicht respektlos.
     
  11. Die Frage ist ja nun, warum haben sie das nicht hinbekommen? Und die gleichen fragen tun sich auf in dem Sinne, Warum verlieren wir seit so langer Zeit Heimspiele?.... und warum konnte Kohfeldt NIE Krisen stoppen? Alles in allem viele Fragen, die in einer Frage münden: Warum ist es in Bremen normal geworden, Heimspiele zu verlieren?!?

    Ich glaube weil es durch die inaktive, tolerante und genügsame Art und Weise aller Bremer Führungskräfte inkl. Aufsichtsrat von ganz oben quasi als Vereinskultur vorgelebt wird! Diese Meinung ändere ich auch nicht, bis ich durch einen neuen AR und neue Vorstände einen Vergleich ziehen kann!
     
  12. Ich wäre durchaus auch für unsympathisch. Bayern ist mir zwar per se auch unsympathisch, dieser Wille jeden Gegner fertig zu machen finde ich aber legitim, ähnlich wie das unsympathische und arrogante "mir san mir". Es ist eine Kultur des "Gewinnen müssen und wollen". Bei mir geht es im Fußball mehr ums "gewinnen" als um "Sympathie". Clubs wie Atletico Madrid, Bayern oder meinetwegen auch auf kleinerer Ebene Frankfurt, wo man immer weiß, man fährt dahin und wird bis aufs Blut bekämpft finde ich alle nicht sympathisch, aber ich schätze das Selbstverständnis und den unbedingten Willen zu gewinnen. Da weiß aber jeder im Verein, was es gilt in die Posaune zu blasen ..... kämpfen, kämpfen, kämpfen und den Gegner fertig machen! Eine Heimspielniederlage kommt da einer Apocalypse nah ..... da kreist aber der ganz große Hammer wenn das passiert. In Bremen fangen nach Niederlagen alle an sich gegenseitig zu beschützen .... und das plöde Bublikum soll bloß nicht aufmucken .... völlig krank!

    Markus Anfang hat ja jetzt "Kerle" gefordert und das ist auch richtig, aber meines Erachtens brauchen wir mehr. Ich würde sagen wir brauchen "Schweine" (i. S. von aggressiv, mit allen legitimen Mitteln Erfolg einfordern), auf allen Ebenen im Verein, um dieses jahrelange Selbstverständnis, des sympathischen Nordclubs mit augenzwinkernden moralischem Understatement loszuwerden. Werder muß sich ganz neu Erfinden. Mit unserer Geschichte und Tradition allein, können wir nicht überleben!
     
  13. :top::top:

    Das geht auch in die Richtung die ich mal im Transferthread geschrieben habe: Wir brauchen Charaktere die sich voll und ganz mit Werder identifizieren und sich dafür zerreißen - auf wie neben dem Platz. Kein "Namen" oder Söldner mehr die für vermeintlich höhere Ansprüche stehen. Das hat auch rein gar nichts mit "Fußballromantik" oder romantisch verklärten Ansichten zu tun, die mir daraufhin von einem ignorierten Mitglied unterstellt wurden. Mir ist bewusst, dass sich im Profigeschäft nahezu alles um Geld dreht und auch diese Personen nicht für eine warme Mahlzeit und ein paar neue Schuhe zu bekommen sind.

    Aber Vereine, die Du bereits genannt hast, und ergänzend dazu z.B. noch Union oder Freiburg genannt, das sind Vereine die man durchaus als Blaupause / Vorbild nehmen kann. Die haben eine entsprechend charakterliche einwandfreie Mannschaft zusammen gestellt, die sich auf den Platz zerreißen und auch da hingehen wo es weh tut und damit überspielen diese auch eine vermeintliche individuell schwächere Besetzung. Und diese Beispiele zeigen auch, dass man im modernen Fußball durchaus noch mit weniger Geld ein schlagkräftiges Konstrukt zusammenstellen kann. Wenn man denn über einen wirklichen Plan und eine solide Herangehensweise verfügt, keine Luftschlösser baut und man auch ehrlich mit den eigenen Leistungen ist und diese permanent hinterfragt.

    Bayern, um bei einem deiner Beispiele zu bleiben, war übrigens auch immer gut darin Spieler (oder auch Trainer) abzugeben, die nicht mehr 100% gepasst haben. Das konnte man dann in dem Moment dann teilweise nicht nachvollziehen, aber so wurde halt ein permanenter Wandel aufrecht erhalten, was mMn unabdingbar ist heutzutage.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. August 2021
    marc666, syker1983 und beckstown gefällt das.
  14. :top: ... sehe ich ganz genauso. Bei Werder kannst Du vom Zeugwart, über die ganze Mannschaft hinweg bis hoch zum AR alle nebeneinander stellen und die sind alle gleich .... nett, sympathisch, keiner scherrt aus, alle lieben Werder, alle identifizieren sich mit Werder und alle mögen sich auch untereinander ..... nur eines ist Ihnen allen scheinbar egal ..... nämlich das unbedingte Gewinnen wollen. Es geht mehr um Ruhe und das gemeinsame unkonfliktäre Beisammensein ....

    Unseren finanziellen Nachteil können wir nur mit zwei Faktoren ausgleichen...... absolute Siegertypen auf und neben dem Platz und eine Kultur des gegenseitigen Antreibens im Verein! Im Moment haben wir Toastbrotspieler auf dem Platz und eine Kultur des kritiklosen, gegenseitigen Schützens im Verein. Und dann fragen sich alle "Verdammt, warum gewinnen wir nicht mehr im Weserstadion". Die Antwort ist ganz einfach, weil jeder Verein der hier zum Auswärtsspiel herkommt, eine ganz andere Grundspannung und Einstellung mitbringt! Und die geht durch unsere Kultur durch wie ein heißes Messer durch Butter .....dem haben wir nichts entgegen zu setzen ... und wenn Markus Anfang nicht aufpaßt, ist seine Trainerreputation und Kredit auf diesem Nährboden für Schlendrian und Schlechtleistung schneller aufgebraucht als er denkt ...... wir brauchen dringend einen neuen AR, GFS und Präsi .... ich zähl schon die Tage. Und bitte nicht wieder Leise- und Sympathieträger .... die hatten wir nun genug!
     
    mezzo19742, LotteS, syker1983 und 2 anderen gefällt das.
  15. Das verdirbt doch den Verantwortlichen den Montag. Jeder freut sich jeden zu treffen, man grüsst und plauscht, teilt sich Kaffee und Kuchen...
    soll man wirklich diesen gemütlichen Einklang zerstören ?
    Der neue Trainer fängt auch schon an Forderungen zu stellen, das muss aufhören.:opa:

    Leistungsprinzip und Druck verderben einem die Laune. Muss das sein ?
    Mit Ruhe und Gemütlichkeit...
     
    beckstown gefällt das.
  16. Juri

    Juri Guest

    Ich glaube, wir meinen alle etwas Ähnliches. Es gibt aber auch clevere, harte Typen, die trotzdem nicht eklig sind. Ob jetzt Eilts, oder Frings, Kruse, Naldo. Ich denke auch an Ümit Davala, das war (auch wenn es nur kurz ging) ein typischer Fall von jemanden, der kommt und sagt "Ich will Meister werden, das ist doch normal für mich." Sprüche wie jetzt "Wir brauchen Kerle" gibt es immer, wir müssen aber sehen, was dann passiert.
    Ein M. Eggestein ist ein gutes Beispiel für einen prima Kicker, der diese Rolle aber nicht ausfüllt.
    Trotzdem würde ich gerne auch diese Differenzierung machen, dass man gerne ganz unangenehm für jeden Gegner ist, aber trotzdem für etwas steht, Anstand, 100%-er-tum, Traditionen, Lieber-Handeln-als-Reden, also keine miesen Investoren, keine Kirchdeals, keine Heuchelei a la Bayern, die auf anständig machen, aber die krummsten Deals hintenrum.
     
  17. kleie

    kleie

    Ort:
    NULL
    Markus Anfang die ärmste Sau von Bremen + die Fans.....Logisch das man mit so einen Team nix erreichen wird... Und dafür trgane 2 Personen die schuld !
     
  18. Lübecker

    Lübecker

    Ort:
    53° 52´01´´N 10°40´08´´E
    Kartenverkäufe:
    +2
    Das bekommst Du hin bis zum Termin, in Abstimmung mit dem Forum ;)
     
  19. Ganz genau, die Spieler sollten hier auch schon das Tor mit dem eigenen Leben verteidigen :D ..... ich predige das schon seit Jahren, das die Motivation, aber auch die "In-die-Pflichtnahme" der Spieler vor allem auch Vereinsaufgabe-/kultur ist und nicht nur Traineraufgabe. Wir haben NICHTS, aber auch gar NICHTS dazu gelernt. Jetzt muß Markus Anfang wieder auf den Busch hauen (was auch richtig ist), aber eben als Einzelperson, gegen einen Kader der 25 Mann stark ist. NEIN und nochmal NEIN, nach so einer desaströsen Niederlage muß es einen Aufschrei im gesamten Verein geben!

    Mal sehr übertrieben gesprochen (aber es hilft zu erklären was ich meine) .....:

    Mal unabhängig davon, das es nach so einer Niederlage ein dreistündiges Pfeiffkonzert geben muß, muß auch jeder Balljunge den Spielern das L auf der Stirn zeigen. Der Zeugwart in der Kabine den Spielern klar machen, das sie Ihre Trikots alleine waschen können. Beim nach Hause fahren zeigen alle Passanten nochmal das LOOOOOOSER Zeichen. Am nächsten Tag Trainer Schelte, dann Antritt bei Baumann, HHG und Filbry. Kein freien Tag mehr. Sonderzahlungen, an die man ran kann, werden sofort in Frage gestellt. In den zwei Bremer Zeitungen werden klare Ansprüche der Vorstände formuliert. Wer nicht performt spielt im nächsten Spiel nicht, unabhängig von Rang und Namen.

    Mir ist klar, das das mit Kanonen auf Spatzen schießen ist nach einer Niederlage und das alles nicht 1 zu 1 umsetzbar ist, ich wollte nur klar machen, das man motivational von mehreren Seiten in der Vereinskultur/-verantwortung an die Spieler ran muß, als nur von Trainerseite .... Es muß ein gelebter sich immer wieder straff ziehender Prozess sein und dafür brauchst Du Treiber und keine Schlafmützen!
     
    Wattwerderwurm und LotteS gefällt das.
  20. Hier liest man ja oft mal Mist, aber das hier!?

    Einen Kader zusammenstellen ist Baumanns Job. Mit dem Material arbeiten der des Trainers.

    Wenn du aber keinen Handlungsspielraum hast und permanent auf Grund von Personalmangel Spieler auf Positionen stellst wo sie einfach nicht gut sind, dann wird das nun mal nix….

    Wie lang wurde experimentiert den JoJo als Außenstürmer zu etablieren? Friedl als LV? Mbom als RV? Keinen 6er seit wie vielen Jahren? Stürmer bei denen Anspruch und Realität auseinanderklaffen. Seines Selke oder Lücke. Etc….

    Das hat nix mit Verunsicherung und Siegen zu tun. Das ist verkorkste Transferpolitik über Jahre.
     
    beckstown, Cyril Sneer und sergeant_mumm gefällt das.