Das geschenkte Vertrauen

Karim Coulibaly schreibt bei Startelfdebüt Vereinsgeschichte

Karim Coulibaly lächelt nach Abpfiff neben Romano Schmid.
Coulibaly bekam von Cheftrainer Horst Steffen das volle Vertrauen (Foto: WERDER.DE).
Profis
Samstag, 30.08.2025 / 19:30 Uhr

Von Moritz Studer

Es ist der Moment, kurz bevor das Weserstadion bebt. Während der Ball den Querbalken küsst, schaltet Karim Coulibaly am schnellsten und drückt das Leder im Fünfmeterraum über die Linie. Der 18-Jährige sicherte beim 3:3-Unentschieden gegen Bayer 04 Leverkusen bei seinem ersten Startelfeinsatz dem SV Werder einen wichtigen Punkt. Und ganz nebenbei schrieb Coulibaly auch noch Vereinsgeschichte.

Dabei hatte der Innenverteidiger keinen einfachen Stand, als sein Ballverlust das Führungstor der Werkself ebnete. Obwohl Coulibaly weitere Fehlpässe unterliefen, spielte ein vorzeitiger Wechsel für seinen Cheftrainer keine Rolle. „Wir müssen jungen Spielern Vertrauen schenken und ihnen dieses nicht bei der ersten Schwächephase nehmen“, sagt Horst Steffen. „Er hat ständig den Ball gefordert, was du auch erstmal schaffen musst, wenn du so unter Druck gesetzt wirst.“

Einen besonderen Dank empfing der Linksfuß von seinem Verteidiger-Kollegen Niklas Stark. Der 30-Jährige hatte in der 65. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen und konnte seinem Team nicht auf dem Platz helfen. Stark herzte seinen Mitspieler, als die beiden im Mannschaftskreis zusammenkamen. „Es freut mich sehr, dass er der Mannschaft zu einem Punkt verholfen hat“, sagt er. „Ich habe in meiner Karriere auch Fehler gemacht, die in der Branche zwar schwierig aber auch völlig normal sind.“

Dass er den Platz am Ende als jüngster Bundesliga-Torschütze der Werder-Geschichte verlässt, hätte Coulibaly wohl selbst kaum für möglich gehalten. Tatsächlich löste der gebürtige Oldenburger (18 Jahre, 3 Monate und 7 Tage) mit seinem Treffer Aaron Hunt (18 Jahre, 5 Monate und 8 Tage) in dieser Hinsicht ab, der am 12. Februar 2005 gegen Borussia Mönchengladbach sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hatte. „Karim ist ein richtig guter Junge und Fußballer“, adelt Teamkollege Leonardo Bittencourt den Youngster. „Er hat eine große Zukunft vor sich, wenn er dranbleibt und gesund bleibt.“

 

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